Home
DSCN1103
DSCN1055
DSCN1045
DSCN1032
3
Test 2
Test

Willkommen auf der Homepage der Theatergruppe Schötz

Liebe Theaterbegeisterte


Im September 2021 spielten wir nicht auf der Bühne, sondern auf der Strasse.

Renato Cavoli schrieb für die Theatergruppe Schötz das gut 40-minütige, leicht nostalgische Stück:


"Chnöiblätze ond Chöubi-Härze"


Renato Cavoli inszenierte mit uns diesen unterhaltsamen Einakter. Die Spielleute und die Helferinnen und Helfer wollten mit ihrer Produktion etwas Kilbi-Stimmung in die Quartiere bringen. Genau vor Spielbeginn wurde bekannt, dass die Kilbi in Schötz in diesem Jahr leider wieder nicht durchgeführt werden kann.

Nach den BAG-Bestimmungen gab es nun für kulturelle Aktivitäten im Aussenbereich keine Einschränkungen mehr. So durften wir die Spielsaison mit Freude beginnen.

Die Dorfbevölkerung schätzte dieses Zusammenkommen in den Quartieren sehr, die vielen Zuschauerinnen und Zuschauer zeigten dies eindrücklich. Es hat sehr viel Freude bereitet, durch das Theaterspiel die vielen Leute zu unterhalten und mit ihnen nachher bei Gratissuppe, Lebkuchen und Chnöiblätze die gemeinsame Zeit zu geniessen. Schön durften wir mit unserem Theaterspiel an sieben verschiedenen Orten spielen, vielen Dank für die Gastfreundschaft. Herzlichen Dank für die vielen Besuche und für all die Unterstützung und Begeisterung, die wir bei diesem Strassentheater an sieben Abende erfahren durften. Das war eine wunderschöne Produktion in einer nicht einfachen Zeit: dieses "Chnöiblätze ond Chöubi-Härze" wird für uns unvergesslich bleiben. Vielen Dank, Renato Cavoli, du hast dies für uns ermöglicht.


Spielteam:


hintere Reihe (v.l.n.r): Hansruedi Hunkeler, Renato Cavoli (Regie), Martin Strebel, Godi Huser, Thomas Strebel, Marcel Bühler, Tina Reinhard

vordere Reihe: Manuela Frey, Anita Hügi, Susanne Fischer und Tony Graf

Gedanken zum Stück:


«Ein Stück über die Kilbi? Über die Schötzer Kilbi? Ob das noch etwas Theatralisches hergibt?» Schötzerinnen und Schötzer, welche ich zu Rate zog, ob ein solches Thema «bespielbar» wäre, schüttelten den Kopf, zumindest was die Neuzeit betrifft. Früher, ja früher da sei die Kilbi noch ein richtiges Dorffest gewesen. Man habe sich auf dieses Dorffest gefreut. Auch viele Heimweh-Schötzer und -Schötzerinnen kamen für einen Tag und oft eine lange Nacht in ihr Dorf zurück. Sie wollten Freunde von früher wieder einmal sehen. Die Kilbi, der Budenbetrieb, der Lebkuchen-Duft und die Aussicht auf hausgemachte Schenkeli und Chnöiblätze zog das Volk fast schon magnetisch an.


Also warum nicht noch einmal eintauchen in die «gute, alte Zeit»? Ein Kilbisonntag in Schötz, irgendwann in den 1960er-Jahren? Damals war die Dorfkilbi ein absolutes Muss für alle Schötzerinnen und Schötzer. Flotte junge Männer mit ihren toll herausgeputzten Bräuten stellten sich zur Schau. Und, falls eine noch «solo» unterwegs war: Ledige Mädchen im «besten» Alter liessen sich noch so gerne an die Dorfkilbi begleiten, oder zum Gang an einen Schiessstand oder ans Glücksrad einladen.


Es ist eine Geschichte um Liebe, Eifersucht, Kilbi-Buben und Kilbi-Meitschi, aber auch mit den fein duftenden Kilbi-Herzen und den Original-Chnöiblätze, welche von Anna auf dem Platz nach guter alter Sitte «übers Knie» fabriziert und vom Publikum verköstigt werden dürfen. Neben vielen anderen bei diesem Outdoor-Theater mit dabei: Der «Billige Jakob», der Mann am Glücksrad, ein Dorforiginal, ein volksnaher Pfarrer, eine Art Heiratsvermittlerin und junge Leute mit wild klopfenden, feurigen Herzen. Einer davon, ein gewisser Röbu, ist aber kein Schötzer. Er stammt aus dem Nachbardorf. Und, das spürt Röbu auf seiner «Brautschau» schnell, er hat an diesem Tag alles andere als ein «Heimspiel»…

 

Renato Cavoli

Wir danken unseren Sponsoren: