Die Frauen von Killing

Die Frauen von Killing

In der Theaterschüür von Lisbeth Bossart, September 2015


Zum Inhalt des Stücks

Vor 4 Jahren im kleinen Örtchen Killing. Bei einem tragischen Busunglück kommen 49 Männer während eines Vereins-Ausfluges ums Leben. In jeder Familie beweint man einen Bruder, einen Freund, den Ehemann, den Sohn. Um zu vergessen treffen sich die Frauen zum gemeinsamen Singen.

Inzwischen ist die Welt in Killing wieder in Ordnung. Man scherzt, streitet, neckt und liebt wie in alten Zeiten. Der Frauenchor hat sogar eine eigene Tippgemeinschaft gegründet und träumt vom grossen Lotto-Gewinn. Momentan werden alle Kräfte eingesetzt, um einen Chorabend auf die Beine zu stellen.

Mitten in diese Probenarbeit platzt die Nachricht eines Lottogewinns. Die Freude ist gross, verwandelt sich aber schnell in Trauer. Annette Schmählich, die heimliche Präsidentin des Chores, verunglückt tödlich. Und genau diese Annette Schmählich hatte den gewinnbringenden Lottoschein unterschrieben.

Aus Trauer wird Frust, als die Chormitglieder realisieren, dass dadurch der erhoffte Geldsegen ausbleiben könnte. Die Frauen beschließen, das Geld trotzdem zu kassieren und entwickeln einen recht eigenwilligen Plan.

Der Plan scheint zu funktionieren, bis Kommissar Hasler plötzlich im Ort auftaucht, um noch einmal in Sachen Busunglück zu ermitteln. Dabei trifft er auf den Chorleiter Roger Suter, der von den Machenschaften der Frauen keine Ahnung hat. Roger Suter erzählt dem Kommissar vom unerklärlichen Verschwinden seiner Freundin Annette Schmählich.

Die Frauen von Killing geraten unter Zugzwang. Wenn sie Roger Suter nicht schnell beseitigen, wird Hasler ihren Traum vom großen Geld zunichtemachen. Ob er ihnen auf die Schliche kommt, wird sich zeigen. Verraten sei nur: Es tun sich Abgründe auf.

Herbert Marberger


Regie, Dialektfassung und Bearbeitung

(Deutsche Fassung von Norbert Franck)


Ein paar Gedanken zum Stück

Sicher kennen alle Robin Hood, der mit Pfeil und Bogen die reichen Rittersleute überfällt, um mit der Beute die unterdrückte Bevölkerung zu unterstützen. Zweifellos ein sympathischer Held mit edler Gesinnung.

Und doch sei die Frage erlaubt: Rechtfertigt ein hehres Ziel jede Methode? Auch Mord? Der Zweck heiligt die Mittel! Das muss als Rechtfertigung genügen. Doch was als einfache Antwort daherkommt, wirkt bei konkreten Situationen wenig hilfreich. Beispiel gefällig? Darf ein Staat illegale CDs kaufen, um Steuerhinterzieher zu überführen?

Darf ein gekapertes Flugzeug abgeschossen werden, um Schlimmeres zu verhindern? Darf ein Manager seine Karriere mit „Ellenbogenmethoden“ fördern? Dürfen die Frauen von Killing ihre eigenwilligen Pläne in die Tat umsetzen?

Es ist kein politisches Stück. Auch werden wir keine der Fragen beantworten können. Bei uns ist ein Krimi zu sehen, es ist ein humorvoller Krimi. Sicher wird er unterhalten – auch bei einer allfälligen Diskussion der erwähnten Fragen.

Herbert Marberger

Regie


Spielteam

Annette Schmälich, Freundin von Roger: Manuela Frey

Beatrice Räz, Schwester von Annette: Manuela Frey (Doppelrolle)

Susanne Güggi, Inhaberin eines Bioladens: Angela Kunz


Weitere Frauen von Killing:

Ruth Koch: Céline Fischer

Yvonne Knöpfli: Tina Bucher

Jasmin Utz: Chantal Wallimann

Lisa Hunkeler: Corinne Hunkeler

Nora Waldis: Alni Bammert


Leo Bodmer, Pfarreileiter: Thomas Strebel

Roger Suter, Chorleiter; Martin Strebel

Sepp Schweiger, Sozialvorsteher: Dino Lizio

Dieter Hasler, Kommissar: Handruedi Hunkeler

Felix Schriber, Azubi: Severin Bucher

Edwin Steiner, von der schweiz. Landeslotterie: Toni Bühler


Sängerinnen:

Patricia Schnarwiler

Elsbeth Lustenberger

Käthi Estermann

Marianne Bühler


Produktionsteam

Regisseur: Herbert Marberger

Regieassistenz: Marianne Bühler

Technik: Samuel Käser, Sandro Wyss und Leo Steinmann

Maske/Frisuren/Kostüme: Beatrice Buob, Silvia Purtschert, Luzia Blum,           Elisabeth Graf

Bühnenbau: Fabian Gasenzer

Souffleuse: Vreny Häfliger

Souffleur: Sepp Graf

Gesang: Vroni Schnattinger

Klavier: Hansruedi Rüttimann

Dekoration: Luzia Kunz und Team

Programm: Jonas Meyer, Druckerei Schötz AG,

Fotos: Jasmin Stämpfli und Patricia Odermatt

Presse/Werbung: Marianne Bühler

Vorverkauf: Margrith Bühler

Finanzen/Sponsoring: Monika Landolt

Theaterbeiz: Mäni Furrer und Team


9 Aufführungen im  September 2015